Evangelisch-Lutherisches Diakonissenwerk Korbach e.V.

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Diakonissenwerk


Das Diakonissenwerk Korbach e.V. ist eine diakonische Einrichtung in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). Das Werk gehört dem Kaiserswerther Verband deutscher Mutterhäuser und dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Diakonie Hessen an. Träger ist der Verein "Diakonissenwerk Korbach e.V.", dessen Satzung in der Fassung aus dem Jahr 1998 beim Amtsgericht Korbach hinterlegt ist.

Dem Diakonissenwerk Korbach gehört zurzeit noch eine Diakonisse im Ruhestand an, die auch in der Wohnanlage lebt. Das Werk wird durch den Vorsteher des Werkes, Pfarrer Stefan Paternoster und der Leitenden Schwester Rosemarie Lösel geführt; Pfarrer Paternoster ist Leiter der Psychologischen Beratungsstelle und Pfarrer der SELK-Gemeinden Korbach und Sachsenberg.


Die ersten Leitenden Schwestern des Diakonissenwerkes Korbach e.V. und der Pflegeschule


Elisabeth Lötzer (1907 - 1996)

„DAS LOS IST MIR GEFALLEN" (PSALM 16,6)

Die DiakoElisabeth Lötzernisse Elisabeth Lötzer übernahm 1953 die Aufgaben der Leitenden Schwester in Korbach, nachdem das Mutterhaus in Guben sie wegen der politischen Verhältnisse mit dem Aufbau einer westlichen Zweigstelle beauftragt hatte.

Elisabeth Lötzer wurde am 23. Mai 1907 als Tochter des Mühlenbesitzers und Landwirts Christian Lötzer und seiner Ehefrau Charlotte in Bergheim (Waldeck) geboren. Früh wollte sie Diakonisse werden. Jedoch war es für die älteste Tochter eines arbeitsreichen Landhaushalts nicht so einfach, sich diesen Wunsch zu erfüllen. 1936 konnte sie, 28jährig, in das Diakonissenmutterhaus in Guben eintreten und wurde dort 1942 eingesegnet. Stets hielt sie den Kontakt nach Guben aufrecht und durfte 1989 die Grenzöffnung erleben.

1940 erhielt sie nach ihrer Ausbildung die staatliche Anerkennung als Krankenschwester in Berlin im Haus des Kaiserswerther Verbandes. Nach Einsätzen in Guben und in Sondershausen zwischen 1936 und 1945 floh sie in den Westen und arbeitete im Auftrag des Waldeckischen Diakonissenhauses in Arolsen im Krankenhaus in Bad Wildungen. 1947 schickte sie das Gubener Mutterhaus nach Hesel in Ostfriesland, um ein Kinder- und Altenheim aufzubauen.

Im Oktober 1952 kam sie nach Korbach. Aber schon 1953 musste Elisabeth Lötzer die erkrankte Oberschwester Friederike Arnold des Arolser Mutterhauses ablösen.

Zusammen mit Pfarrer Otto gründete Elisabeth Lötzer 1953 die Krankenpflegeschule am Krankenhaus in Korbach, um die personelle Versorgung des Krankenhauses sicherzustellen. Sie selbst übernahm die Schulleitung. Sie gründete und leitete das Diakonissenwerk Korbach, organisierte bis zu ihrem Ruhestand 1972 den Pflegedienst des Stadtkrankenhauses und führte als Oberschwester in Vertretung der Oberin des Mutterhauses in Guben die ihr anvertrauten Schwestern. 1960 überwachte sie den Bau der Krankenpflegeschule sowie eines Wohnheims für Diakonissen und Schülerinnen.

Elisabeth Lötzer starb am 13. Dezember 1996 in Korbach.



Annemarie Burgfeld (1915 - 1998)

REFORMERIN DER KRANKENPFLEGEAUSBILDUNG

UnAnnemarie Burgfeldter der Leitung der Diakonisse Annemarie Burgfeld wurde die Krankenpflegeschule am Krankenhaus in Korbach zu einem modernen Bildungsinstitut ausgebaut. Sie passte die Ausbildung an die 1965 auf drei Jahre erhöhte Dauer sowie den Unterricht an die Verdreifachung der theoretischen Stunden an. Unter ihrer Führung wurden auch die ersten männlichen Schüler zu Krankenpflegern ausgebildet. Die Schülerinnen und Schüler berichten noch heute mit großer Hochachtung von ihr.

Annemarie Burgfeld wurde am 23. Februar 1915 als Tochter des Klempners Karl Burgfeld und seiner Ehefrau Anna geb. Mankel in Bochum-West geboren. Acht Jahre besuchte Annemarie die ev. Volksschule. Schon im Konfirmandenunterricht entwickelte sich bei der 12jährigen der Wunsch, Diakonisse zu werden. Nach der Schulentlassung Ostern 1929 trat Annemarie Burgfeld zunächst eine Stelle als Hausangestellte an, der eine Ausbildung zur Verkäuferin folgte.

Ab 1934 war sie im thüringischen Landeskrankenhaus Sondershausen tätig, wo sie 1939 die Krankenpflegeausbildung absolvierte.

Im Sommer 1940 erfolgte die Einsegnung im Mutterhaus der Diakonissen in Guben. Dort arbeitete sie als Krankenschwester auf verschiedenen Krankenstationen und im Operationssaal. Vor der näher rückenden Roten Armee flüchteten die Schwestern, die aus westlichen Gebieten kamen, im Auftrag der Oberin der Gubener Schwesternschaft nach Westen. Annemarie arbeitete nun bis 1951 in Sondershausen und Hesel-Borghorst. Es folgte eine Versetzung in das Bathildis-Krankenhaus in Bad Pyrmont, bevor sie 1953 im Korbacher Krankenhaus erst als Zweitschwester und dann als Stationsleitung eingesetzt wurde.

Nach einem Aufenthalt im Mutterhaus absolvierte Annemarie Burgfeld 1957 die Schwesternhochschule für Unterrichtsschwestern in Berlin-Zehlendorf und übernahm 1963 die Leitung der Krankenpflegeschule im Diakonissenwerk. In den 70ger Jahren wechselte der Träger der Krankenpflegeschule vom Diakonissenwerk an die Stadt Korbach. Schwester Annemarie behielt die Leitung der Pflegeschule bis zu ihrem Ruhestand. Mit ihrer Nachfolgerin als Leiterin der Krankenpflegeschule Korbach unterhielt Sr. Annemarie ein gutes Verhältnis. Sie half der Schule und ihrer neuen Leitung nach Kräften.

Annemarie Burgfeld starb am 14. November 1998 in Korbach.

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